Konzept Sprachen EDK-Ost

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Konzept zur Umsetzung der EDK-Strategie für die gesamtschweizerische Koordination des Sprachenunterrichts in den Kantonen der EDK-Ost (Konzept Sprachen EDK-Ost)

Das Konzept vom 2. März 2005 beinhaltet vier Projektbereiche:

  1. Förderung der Erstsprache
  2. Einführung des Sprachenportfolios und neuer Evaluationsinstrumente
  3. Stärkung der zweiten Landessprache
  4. Einführung Englisch in der Primarschule

Die EDK-Ost hat im Oktober 2004 das Konzept zur Umsetzung der EDK-Strategie für die gesamtschweizerische Koordination des Sprachenunterrichts in der obligatorischen Schule genehmigt und beschlossen, ein Projekt einzuleiten mit dem Schwerpunkt der koordinierten Einführung von Englisch ab der (2.) / 3. Primarklasse. Die übrigen Projektbereiche sind: Förderung der Erstsprache / Standardsprache, Einführung des Sprachenportfolios und neuer Evaluationsinstrumente sowie die Stärkung der 2. Landessprache Französisch. In jedem Projektbereich sind verschiedene Koordinations- bzw. Entwicklungsaufgaben zu erfüllen, d.h. Koordination der Rahmenbedingungen, Aus- und Weiterbildung sowie Einsatz der Lehrpersonen, Einbau der Lektionen in die Stundentafel, Lehrplan, Wahl der Lehrmittel, besondere Massnahmen für neu zuziehende Kinder mit anderer Vorbildung, Evaluation sowie Auswirkungen auf die Sekundarstufe I und II. Die Projektarbeiten sind Anfang 2005 aufgenommen worden.

Projektbereich 1: Förderung der Erstsprache / Standardsprache
Dieser Projektbereich steht in engem Zusammenhang mit der Umsetzung des Aktionsplans PISA der EDK, der auch nach der Veröffentlichung der Resultate aus PISA 2003 weiterhin gilt. Folgende Massnahmen stehen im Vordergrund:

  • Hochdeutsch als Unterrichtssprache / Umsetzung des EDK-Projekts HarmoS
  • Massnahmen zur Sprachförderung, insbesonders der Leseförderung
  • Begegnung mit Sprachen / Language Awareness / Umsetzung Projekt "Jaling"*
  • Lernen durch und für die Vielfalt: Der Schlussbericht des Projekts "Jaling" (lat: ianua linguarum - Tor zu und zwischen den Sprachen) zur Sprachförderung in Kindergarten und Volksschule durch Sprachvergleich ist im Juni 2005 in der EDK-Reihe "Studien und Berichte" erschienen: Nr. 22 (Bestellung über EDK)


Projektbereich 2: Einführung Sprachenportfolio und neuer Evaluationsinstrumente


Projektbereich 3: Stärkung der 2. Landessprache*

  • Zielsetzungen / Mindestkompetenzen / Lehrplan

Im Rahmen des EDK-Projekts HarmoS werden bis 2007 die Mindestkompetenzen am Ende des 6. und 9. Schuljahres festgelegt, einschliesslich Lernziele im kulturelllen Bereich.
Die anschliessende Anpassung der Lehrpläne soll koordiniert erfolgen.

  • Anpassung der Didaktik und der Lehrmittel einschliesslich Sekundarstufe I und II
  • Graubünden: Italienisch bzw. Deutsch; alle andern Kantone: Französisch

HarmoS: EDK-Projekt zur Harmonisierung der Volksschule durch Standards und Ergänzung des Konkordats

Projektbereich 4: Einführung Englisch in der Primarschule

Mit der Einführung von Englisch in der Primarschule verfolgen die Kantone folgende Ziele:

  • Sprachlich: Vermittlung von sprachlichen Basisfähigkeiten in der Primarschule und Ausbildung einer kommunikativen Kompetenz der Lernenden im Lauf der Volksschule. Dazu werden Mindestkompetenzen nach dem 6. und 9. Schuljahr im Rahmen des EDK-Projekts HarmoS auf 2007 formuliert und festgelegt.
  • Didaktisch: Der Englischunterricht nutzt Synergien mit andern Sprachen (Deutsch, Französisch, Migrationssprachen). Dazu wenden die Lehrpersonen Erkenntnisse aus der Mehrsprachigkeitsforschung an. Sie setzen eine Didaktik der Mehrsprachigkeit um im Sinne des Gesamtsprachenkonzepts.
  • Organisatorisch: Die Neuerungen im Sprachenunterricht werden in die allgemeine Schulentwicklung (Strukturen, Lehrpläne) einbezogen und mit der Umsetzung von Ergebnissen aus den Projekten HarmoS, Basisstufe, Blockzeiten / Tagesstrukturen koordiniert.